Das Bad in der Sauna: Das erste Mal
Bevor es losgeht sollte man einige Dinge berücksichtigen: Niemals gestresst und abgehetzt in die Sauna gehen, das beeinträchtigt die Bekömmlichkeit des Saunabades. Auch sollte nicht hungrig in die Sauna zu gehen, denn das kann die Gefahr eines Kollapses ebenso erhöhen wie ein zu stark belasteter Magen. Jetzt kann es aber schon fast losgehen – nur noch die richtige „Ausrüstung” einpacken:
-Saunahandtuch: extra langes Badetuch mit zwei verschieden farbigen oder gemusterten Seiten. Bei jedem Saunagang setzt oder legt man sich auf dieselbe Seite, die den herunter laufenden Schweiß abfängt. Neben diesem hygienischen Aspekt dient das Tuch auch dazu, das eigene „Territorium” abzugrenzen und es kann als Blickschutz genutzt werden.
-1 bis 2 weitere Handtücher zum Abtrocknen
-ein gut wärmender Bademantel
-Badesandalen
-Badebekleidung (für die Zeiten zwischen den Saunagängen)
-Pflegemittel (Duschgel, Cremes)
-Lesefutter (ein Buch oder eine Zeitschrift für die Ruhephasen unterstützen die Entspannung)

Alles über Saunagang, Saunaarten, Zubehör und Spezialitäten
Wie an jedem Ort, an dem Menschen zusammenkommen, gilt es einige Regeln des Miteinanders zu beachten. Zur eigenen und zur Entspannung der anderen Badegäste trägt es deshalb unbedingt bei, wenn man sich an die nachstehenden Verhaltensregeln hält. Darüber hinaus tragen diese „Dos” und „Don`ts” einer möglichst großen Hygiene Rechnung.
-Duschen vor dem Saunagang und danach abgetrocknet, auf keinen Fall nass in die Sauna
-Die Sauna nutzt man nackt.
-Das Saunatuch liegt unter dem ganzen Körper, damit kein Schweiß auf die Liegen tropfen kann. So bleibt die Bank auch für die Nachfolgenden trocken und sauber.
-Viel und lautes Reden sind unangemessen; die Gäste kommen zur Entspannung.
-Bevor man einen Aufguss macht, unbedingt erst die anderen Gäste fragen.
-Bürsten und „Abschaben” des Schweißes unterlassen.
-Kurzes Abduschen des Schweißes vor dem Gang ins Tauchbecken
Saunabaden bedeutet, den Körper – und zwar meistens zwei- bis dreimal – im Wechsel zu erhitzen und wieder abzukühlen. Zum Besuch der Sauna gehören außerdem eine Vor- und eine Nachbereitungsphase. Insgesamt sollte man sich für die Sauna zwei bis drei Stunden Zeit nehmen.

Badeablauf
1.Vorbereitungsphase
-Reinigungsdusche
-Abtrocknen
2.Saunagang (wird ein- oder zweimal wiederholt)
-eventuell Fußwärmbad
-Sauna (etwa 10 bis 15 Minuten)
-eventuell kurzes Abspülen
-Freiluftbad (Atmung!)
-Kaltwasseranwendungen
-Guss + gegebenenfalls Tauchbad
-Fußwärmbad (im Sitzen)
-Ruhephase
3.Nachbereitung
-Ruhephase
-Dusche und Pflege des Körpers

Wirkungsweise
Was ist eigentlich das Geheimnis von Banja und der Sauna? Warum tun sich Millionen Menschen das immer wieder an, so arg ins Schwitzen zu geraten? Das Geheimnis liegt wahrscheinlich in der Wirkungsweise. Beim Bad in der Sauna wird die Luft auf etwa 80 bis 90 Grad Celsius erhitzt. Die Luft dient hier als Vermittlerin, die nach und nach die Wärme an den Körper weitergibt. Die Körpertemperatur erhöht sich so und man beginnt zu schwitzen. Um die Körpertemepratur zu regulieren gibt der Körper Flüssigkeit nach außen ab, die insbesondere aus dem Blut stammt so dass das Blut eindickt. Diesen Flüssigkeitsverlust versucht der Körper auszugleichen indem er Wasser aus den Körpergeweben in das Blut überführt. Mit dem Wasser werden auch Schlacke- und Giftstoffe in das Blut transportiert, die anschließend über den Schweiß abgesondert werden. Das Hautbild verbessert sich deutlich und der Stoffwechsel wird angeregt.

Um die Haut noch zusätzlich zu erhitzen, wird oftmals ein Aufguss bereitet. Hier wirken die Banjasteine besonders wohltuend. Sie erzeugen den typischen, weichen Sauna- (Banja)dampf. Der Wasserdampf legt sich auf die Haut und bietet einen zusätzlichen Hitzereiz. Oft werden beim Aufguss noch ätherische Öle oder andere Essenzen dem Wasser beigegeben. Durch den freigesetzten Duft können unterschiedliche Stimmungen und Reaktionen hervorgerufen werden. Einige Beispiele: Melisse wirkt entspannend, Rosmarin anregend, Kamille beruhigt die Haut, Eukalyptus, Fichten- und Kiefernnadeln wirken wohltuend auf die Atemwege, und der Duft von Zitrusfrüchten wirkt bei Nervosität und Konzentrationsschwäche.

Im nächsten Schritt wird der Körper durch Luft oder Wasser wieder abgekühlt. Die erfrischende und anregende Abkühlung ist für den Körper genauso wichtig wie die entspannende und beruhigende Wärme vorweg. Egal nach welcher Methode man für Abkühlung sorgt, die Wirkung ist immer die gleiche: Regulierung der Körpertemperatur auf normale 36,5 bis 37 Grad Celsius, Anregung der Nierenfunktion, Beruhigung der Herzfrequenz, Training für die Blutgefäße, die sich wieder zusammenziehen, und die Förderung der Sauerstoffsättigung des Blutes.

Das Wechselbad von heiß und kalt hat folgende Wirkungen:
-Entspannung der Muskulatur und Stressabbau
-Hautreinigung und Förderung der Zellneubildung
-Entschlackung
-Anregung des Stoffwechsels
-Stärkung der Abwehrkräfte
-Regulierung des Blutdrucks
-Verbesserung der Durchblutung
-Steigerung des Wohlbefindens

„Kühl bis ans Herz hinan.” (Goethe)
Bei allen genannten Duschformen bestimmt jeder Saunagänger für sich, wie lang er welche Körperpartie dem Wasserstrahl aussetzt. Übrigens gilt hier immer die Regel: Von außen hin zum Herzen kühlen. Wer das alles noch ziemlich uncool findet, der könnte der Typ ”Tauchbecken” sein. Eine echte Herausforderung, und für Anfänger oft eine, die sie nicht annehmen. Über einige Stufen steigt man von oben in das Becken hinein – der Wasserstand liegt meist bei 80 bis 100 Zentimetern – und taucht einige Male tief ins kalte Wasser hinab. Mutprobe bestanden. Echt coole Typen, diese Tauchbecken-Gänger! Und wem das Wasser noch nicht kalt genug war, der kann im Winter eine Abkühlungsmöglichkeit der besonderen Art erfahren: Man kann sich zum Abkühlen in den Schnee legen.